Freitag, 8. Februar 2013

Was macht die Liebe?

Neues Jahr, neues Glück? Weit gefehlt! Vergangenen Monat hagelte es förmlich Trennungsbestätigungen: erst bei dem Fußballer-Moderatorin-Pärchen Van der Vaarts, dann zogen die Ex-Bundespräsidenten Herr und Frau Wulff nach, und alle Welt fragt sich, was ist da schief gelaufen? In beiden Fällen munkelt man, dass sie sich aufgrund ihrer Karrieren auseinander gelebt hätten. Doch egal, was letzten Endes die Gründe waren, irgendwie hätte man nie damit gerechnet, dass im Leben dieser strahlenden Persönlichkeiten (Wenn ich nochmal "Glamourpaar" höre oder lese, muss ich erbrechen!) nicht alles perfekt abläuft, eben ganz so wie bei uns Normalos. Von diesen "Ereignissen" ins Grübeln gebracht, habe ich mich im Netz auf die Suche nach den häufigsten und gravierensten Beziehungsirrtümern gemacht.

http://blog.rhein-zeitung.de/files/2011/11/r.gottgemetzel11cs-211x300.jpg(Image Source: blog.rheinzeitung.de)
Hier geht's also nicht um die romantische Gestaltung des Valentinstages, der zufällig in wenigen Tagen stattfindet (14. Februar), denn so eine einmalige Aktion kann auf lange Sicht nichts retten, wenn man die restlichen Tage des Jahres nebeneinander her lebt oder sich fast täglich streitet.
Ich kann auch euch Männern nur empfehlen neben Job- und Freizeitstress mal den einen oder anderen Gedanken an eure Beziehung zu verschwenden bevor das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist und es ernsthaft krieselt oder ihr einfach von dieser Trennungswelle überrollt werdet...
Für alle die es etwas genauer wissen wollen, kann ich nur raten die Website www.partnerschaft-beziehung.de aufzusuchen, wo die reale und erfahrene Psychologin Dr. Doris Wolf mit ganzen 15 Irrtümer aufwartet, die Partnerschaftsprobleme verursachen können. Ich werde -zumindest in diesem Post- nur einen einzigen, aber dafür elementaren Trugschluss ansprechen:

das Harmonie vs. Gegensätze-Paradoxon -
Viele sind der Meinung, dass ihr Partner ihnen sehr ähneln muss, um eine glückliche und dauerhafte Beziehung führen zu können. Dahinter steckt quasi das Bedürfnis "jeden Wunsch von den Augen abgelesen zu bekommen", d.h. sich nicht erklären zu müssen und niemals in Missverständnisse oder frustrierende Situationen zu geraten. Wer jetzt mit dem Spruch "Gegensätze ziehen sich an" trumpfen will muss auch umdenken. Ein Zuviel von allem ist schädlich, weder permanenter Gleichklang, noch häufige Konfrontationen sind Zeichen einer gesunden Beziehung.
Wie vieles im Leben ist der Sachverhalt viel komplexer als man denkt und es bequem wäre. Dr. D. Wolf schreibt hierzu weiterführend:
Ich denke, wir sollten uns in wesentlichen Fragen wie etwa Lebenszielen und Wertmaßstäben (Religion, Politik, Ethik) ähnlich sein, aber uns auch den Freiraum lassen, dass wir uns in einigen Punkten ergänzen.
Kritische Punkte sind Fragen der Kindererziehung und Fragen zur Freizeitgestaltung. In diesen sollte Ähnlichkeit bestehen.
Auf den ersten Blick scheint alles plausibel, doch auf den Zweiten kann ich leider nicht jedem Detail vollkommen zustimmen: Wie soll es nicht Krachen, wenn beide Partner Karriereziele verfolgen, die das Paar zur extremen Fernbeziehung zwingen, weil beide in der Welt umhertingeln? Ausserdem halte ich es für durchaus möglich, dass es bestimmte Konfessionskombinationen gibt, die sich nicht gegenseitig ausschließen, zumal es ja auch stets auf die individuelle Auslegung und Praxis ankommt. 
Bei der Kindererziehung muss einigermaßen gleichförmig gehandelt werden -zumindest bis die Kinder circa zwölf Jahre alt sind. Ab einer gewissen geistigen Reife wird ein Kind, denke ich, sogar mehr Respekt gegenüber den Eltern empfinden und etwas Bedeutsames lernen, wenn es die Aushandlungen zwischen den Eltern mitverfolgen darf. Aber ich schweife ab... 
Auch eine unterschiedliche Freizeitgestaltung dürfte nicht per se ein Problem darstellen, wenn man regelmäßig gemeinsam aktiv wird. Ich würde dabei hauptsächlich auf Aktivitäten setzen bei denen man sich unterhalten kann. Ein Sportereignis gucken gehört also eher nicht auf diese Liste, besonders wenn es einen der Partner absolut nicht interessiert. Ansonsten ist man für sein Gegenüber viel interessanter, wenn man nicht die gesamte Freizeit zusammen verbringt. Frauen interessieren sich öfter als Männer für die sozialen Aspekte. Sie wollen Gefühle, Eindrücke und Thesen vermittelt bekommen und keine bloße Faktenbeschreibung vom Ablauf eines Spiels oder den allgemeinen Regeln. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es ohne gelegentliche, frische Impulse von der Aussenwelt auch in der Beziehung schnell langweilig wird.

So, jetzt kennt ihr meine Reflexionen zu dem Thema, die euch schmecken mögen oder auch nicht :) Die mich persönlich kennen, wissen von meiner mittlerweile über ein Jahrzehnt anhaltenden Partnerschaft, wobei auch ich die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen habe. Wer gerne Ideen mitteilen möchte oder Fragen hat ist herzlichst eingeladen diese zu kommunizieren. Emails sind auch willkommen, falls ihr nicht in die Kommentarbox schreiben wollt.

Alles Gute für die Liebe und bis bald!



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